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	<title>katzenbach.info &#187; News</title>
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	<description>A weblog by Christian Katzenbach about the current re-configuration of the media landscape: transformations and consolidations in societal communications, the changing role of intermediaries, and digital networks as agents of change.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 29 Jun 2010 14:28:29 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Studie zu Netzdiskursen: Beispiel Gentechnik</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 10:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie wird das Thema Genfood in Zeitungen und in Netzmedien verhandelt? Die Ergebnisse der Studie von Dieter Rucht, Mundo Yang und Ann Zimmermann vom WZB wurden schon teilweise im Band Netzöffentlichkeit und digitale Demokratie veröffentlicht. Jetzt aber gibt es dazu auch eine Monographie mit etwas mehr Theorie und vor auch Einblick in die interessante Anlage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wird das Thema Genfood in Zeitungen und in Netzmedien verhandelt? Die Ergebnisse der Studie von <a href="http://www.wzb.eu/zkd/zcm/leute/rucht.de.htm">Dieter Rucht</a>, <a href="http://www.wzb.eu/zkd/zcm/leute/yang.de.htm">Mundo Yang</a> und Ann Zimmermann vom WZB wurden schon teilweise im Band <a href="http://katzenbach.info/blog/2006/bericht-zu-netzoffentlichkeiten">Netzöffentlichkeit und digitale Demokratie</a> veröffentlicht. Jetzt aber gibt es dazu auch eine Monographie mit etwas mehr Theorie und vor auch Einblick in die interessante Anlage der Studie. Sie haben die Netzöffentlichkeit nämlich nicht von der Angebotsseite erschlossen, sondern von der Nutzerseite aus: </p>
<p>Rucht, Dieter, Mundo Yang und Ann Zimmermann. (2008). Politische Diskurse im Internet und in Zeitungen: Das Beispiel Genfood (1. Aufl ed.). Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwissenschaften. <a href="http://www.vs-verlag.de/index.php;do=show/sid=4daa4aa5450de84780964ab0c77f7b3d/site=w/book_id=12217">Beschreibung</a> | <a href="http://www.gbv.de/dms/bs/toc/558812279.pdf">Inhaltsverzeichnis (pdf)</a></p>
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		<title>Welt Online: Relaunch hat sich wohl gelohnt</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 14:48:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von der Online-Offensive der Axel Springer Verlags (&#8220;Online first&#8220;) sollte ja besonders Welt Online profitieren. Nach dem Start Ende 2006 im neuen integrierten &#8220;Newsroom&#8221;, in dem Print- und Online-Redakteure gemeinsam sitzen und alle Artikel sofort ins Netz stellen, gingen die Nutzerzahlen tatsächlich schnell hoch: 40% mehr Seitenabrufe konnte das Angebot für den Januar 2007 verkünden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von der Online-Offensive der Axel Springer Verlags (&#8220;<a href="http://www.axelspringer.de/inhalte/pressese/inhalte/presse/5583.html">Online first</a>&#8220;) sollte ja besonders <a href="http://www.welt.de/">Welt Online</a> profitieren. Nach dem Start Ende 2006 im neuen integrierten &#8220;Newsroom&#8221;, in dem Print- und Online-Redakteure gemeinsam sitzen und alle Artikel sofort ins Netz stellen, gingen die Nutzerzahlen tatsächlich schnell hoch: <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2007/04/02/die-welt-steht-kopf/">40% mehr Seitenabrufe</a> konnte das Angebot für den Januar 2007 verkünden. Dann der Relaunch im Februar. Aber: Danach ging es erstmal bis April wieder bergab, zurück etwa auf die Ausgangszahlen vom Oktober 2006 &#8211; vor &#8220;Online first&#8221;, vor dem Relaunch. Also <a href="http://blogbar.de/archiv/2007/04/16/welt-untergang-der-page-impressions-trotz-online-first/">alles ein Reinfall</a>?</p>
<p><span id="more-227"></span><br />
<a href="http://katzenbach.info/wp-content/uploads/2007/11/angebotchart.php-1.png" onclick="window.open('http://katzenbach.info/wp-content/uploads/2007/11/angebotchart.php-1.png','popup','width=800,height=400,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false"><img src="http://katzenbach.info/wp-content/uploads/2007/11/angebotchart.php-1-tm.jpg" height="100" width="200" border="0" align="right" hspace="4" vspace="4" alt="Zahlen Welt Online" title="Zahlen Welt Online" /></a> Die aktuellen Zahlen weisen daruf hin, dass sich der Relaunch doch gelohnt hat: Für den Oktober weist die IVW knapp 11 Mio. Seitenbesuche (Visits) für welt.de aus &#8211; im Oktober 2006 waren es  gut 6 Mio, im Februar 2007 knapp 7 Mio., im April nur etwa 5,5 Mio. Noch stärker sind die Seitenabrufe (Page Impressions) gestiegen: Während die zwischen Oktober 2006 und April 2007 zwischen 30 und 40 Mio./Monat pendelten, lagen sie diesen Oktober bei knapp 90 Mio. Das dürfte für den Verlag besonders relevant sein, da die Anzeigen in der Regel nach Seitenabrufen und nicht nach Besuchen abgerechnet werden. Anhand dieser Zahlen kann man also tatsächlich von einer <strong>Verdopplung der Nutzung</strong> sprechen. Und das wäre ja wirklich ein ganz schöner Erfolg für die neue Strategie und den Relaunch. </p>
<p>Den Konkurrenten <a href="http://www.faz.net">FAZ.NET</a> hat man mit diesen Zahlen schon überholt (zw. 65 und 70 Mio. PI), zu <a href="http://sueddeutsche.de">sueddeutsche.de</a> fehlt nicht viel (95 Mio. PI mit steigender Tendenz). Am Jahresanfang lag Welt Online noch deutlich hinter den beiden. Spiegel Online? Die spielen mit etwa 425 Mio PI/Monat in einer anderen Liga. </p>
<p>Alle Zahlen kommen von der <a href="http://www.ivwonline.de/ausweisung2/search/ausweisung.php">IVW</a> (leider keine Direkt-Links möglich).</p>
<p><!-- technorati tags start -->
<p style="text-align:right;font-size:10px;">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/axel springer" rel="tag">axel springer</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/newsromm" rel="tag">newsromm</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/online first" rel="tag">online first</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/zeitung" rel="tag">zeitung</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/relaunch" rel="tag">relaunch</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/welt" rel="tag">welt</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/zahlen" rel="tag">zahlen</a></p>
<p><!-- technorati tags end --></p>
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		<title>BBC-Chef bezieht Nachrichten über Facebook?</title>
		<link>http://katzenbach.info/2007/08/bbc-chef-bezieht-nachrichten-uber-facebook/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2007 11:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit war mir ein Zitat begegnet, in dem ein BBC-Journalist sagte, er bekomme einen guten Anteil von Nachrichten nicht mehr über professionelle Dienste, sondern seine eigenen sozialen (Web 2.0-)Netzwerke. Nach langer Suche habe ich das Zitat nun wiedergefunden. Tatsächlich war es nicht irgendein BBC-Journalist, sondern Richard Sambrook, Director of Global News bei BBC. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit war mir ein Zitat begegnet, in dem ein BBC-Journalist sagte, er bekomme einen guten Anteil von Nachrichten nicht mehr über professionelle Dienste, sondern seine eigenen sozialen (Web 2.0-)Netzwerke.</p>
<p>Nach langer Suche habe ich das Zitat nun wiedergefunden. Tatsächlich war es nicht irgendein BBC-Journalist, sondern <a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/theeditors/richard_sambrook/">Richard Sambrook</a>, Director of Global News bei BBC. Aber er hat es auch nicht ganz so gesagt, wie ich dachte und es wohl auch von einigen Blogs <a href="http://blogs.guardian.co.uk/organgrinder/2007/06/wan_is_web_20_putting_the_new.html">aufgegriffen</a> wurde.</p>
<p>Was er <a href="http://www.journalism.co.uk/news/story3342.shtml">wirklich sagte</a>:</p>
<blockquote><p>
&#8220;One of the things coming out of networked journalism are social media sites like Facebook and MySpace that are about networks of colleagues and of professional experts and friends, and <strong>for a lot of people they are a source of news</strong>.</p>
<p>&#8220;In my case I have a network of friends that have an interest in social media, in the internet, and new developments. <strong>I find out much more about what is happening from them than from the traditional media</strong>. Generally, BBC included and the print media as well, tend to be about six months to a year behind what is happening on social networks.</p>
<p>&#8220;I think they will be an important part of news consumption going forward, but they are not yet fully developed and we don&#8217;t really understand them yet, but it is networked journalism of some form.&#8221;
</p></blockquote>
<p>Und im BBC Editor Weblog hat er das Ganze nochmal kommentiert. Soziale Netzwerke würden wichtiger. Aber:</p>
<blockquote><p>For <strong>news, however, I will still rely on the BBC</strong>.</p></blockquote>
<p>Na gut. Aber beeindruckend, wie gut Sambrook über die neueren Internet-Formate informiert ist. ARD und ZDF und auch die Kommerziellen in Deutschland scheinen mir da noch weit hinterher.</p>
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		<title>Magisterarbeit zu Öffentlichkeiten im Web 2.0</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2007 09:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dominik Frey hat seine Magisterarbeit zu Öffentlichkeiten im Netz fertiggestellt: &#8220;Meinungsbildung im Web &#8211; Neue Mediatoren und Öffentlichkeiten im Web 2.0&#8243; [abstract][pdf]. Glückwunsch! (Und bisschen Neid, aber ich bin ja auch bald soweit.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dominik Frey hat seine Magisterarbeit zu Öffentlichkeiten im Netz <a href="http://domfry.wordpress.com/2007/06/02/ende-gut-alles-gut/">fertiggestellt</a>: &#8220;Meinungsbildung im Web &#8211; Neue Mediatoren und Öffentlichkeiten im Web 2.0&#8243; [<a href="http://domfry.wordpress.com/ma/">abstract</a>][<a href="http://domfry.files.wordpress.com/2007/06/meinungsbildung-im-web.pdf">pdf</a>]. Glückwunsch! (Und bisschen Neid, aber ich bin ja auch bald soweit.)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Readers Edition auf kölnisch</title>
		<link>http://katzenbach.info/2007/01/readers-edition-auf-kolnisch/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jan 2007 10:50:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein neuer Versuch, ein Citizen Journalism-Projekt in Deutschland zu starten: BZ Köln, die &#8220;Bürgerzeitung Köln&#8221;. Von Optik und Technik sehr nah an der Readers Edition. Auf den ersten Blick gefällt mir das aber ganz gut. Denn: Eine lokale Ausrichtung passt meines Erachtens besser zu Bürgerjournalismus als der allumfassende Ansatz der Readers Edition. Die Anbindung an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image177" class="alignright" src="http://katzenbach.info/wp-content/uploads/2007/01/logo_bz_kl.jpg" alt="BZ Köln - Logo" height="92" width="128" />Ein neuer Versuch, ein Citizen Journalism-Projekt in Deutschland zu starten: <a href="http://bz.koeln.de/">BZ Köln</a>, die &#8220;Bürgerzeitung Köln&#8221;. Von Optik und Technik sehr nah an der <a href="http://www.readers-edition.de/">Readers Edition</a>. Auf den ersten Blick gefällt mir das aber ganz gut. </p>
<p>Denn:</p>
<ul>
<li>Eine lokale Ausrichtung passt <a href="http://katzenbach.info/blog/2007/hyperlocal-journalism-the-vanishing-point-theory-of-news">meines Erachtens</a> besser zu Bürgerjournalismus als der allumfassende Ansatz der Readers Edition. </li>
<li>Die Anbindung an das Stadtportal <a href="http://www.koeln.de/">koeln.de</a> wird sicher Leser und Schreiber bringen. (Auch wenn es bislang keine systematische Verknüpfung der beiden Angeboten gibt. koeln.de weisst derzeit lediglich auf die neue BZ hin.) </li>
<li>Und Name und Logo gefallen mir auch. Offensiv. Im Vergleich mit &#8220;Readers Edition&#8221; (der mir inhaltlich zwar gefällt, aber nicht gerade sexy ist) wesentlich griffiger.</li>
</ul>
<p>Ich bin gespannt, wie es weitergeht. (via <a href="http://www.blogpiloten.de/2007/01/22/brgerjournalismus-aus-kln/">blogpiloten</a>)</p>
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		<title>Neuer Pew Report: Internet Primär-Medium bei 15% der US-Bürger</title>
		<link>http://katzenbach.info/2007/01/pew-report-internet-primaermedium/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Jan 2007 10:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pew Internet hat einen neuen Report veröffentlicht &#8211; zur Nutzung des Internet in den USA während des Wahlkampfs 2006. Der Metablocker fasst zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pew Internet hat einen <a href="http://www.pewinternet.org/PPF/r/199/report_display.asp">neuen Report</a> veröffentlicht &#8211; zur Nutzung des Internet in den USA während des Wahlkampfs 2006. Der <a href="http://www.politik-digital.de/metablocker/archives/1098-14-Millionen-Amis-sind-im-Web-politisch-aktiv.html">Metablocker</a> fasst zusammen.</p>
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		<title>Relevanz kaufen? Lieber verlinken</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 11:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Thomas Knüver zur Meldung, dass eine britische Zeitung Anzeigen bei Google gekauft hat, um auf eigene Artikel aufmerksam zu machen: &#8220;Online-Auftritte werden lernen müssen, nach außen zu verlinken. Als Dank werden auch sie verlinkt &#8211; und das steigert das Ranking bei Google. Wer weiter stur seine Leser auf den eigenen Seiten gefangen halten möchte, wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1082">Thomas Knüver</a> zur <a href="http://users1.wsj.com/lmda/do/checkLogin?mg=wsj-users1&#038;url=http%3A%2F%2Fonline.wsj.com%2Farticle%2FSB116855178228674343.html">Meldung</a>, dass eine britische Zeitung Anzeigen bei Google gekauft hat, um auf eigene Artikel aufmerksam zu machen: &#8220;Online-Auftritte werden lernen müssen, nach außen zu verlinken. Als Dank werden auch sie verlinkt &#8211; und das steigert das Ranking bei Google. Wer weiter stur seine Leser auf den eigenen Seiten gefangen halten möchte, wird auf Dauer auch mit Anzeigenschaltungen und Textverdrehungen nicht weiterkommen.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Magisterarbeit (3): Themenkarrieren</title>
		<link>http://katzenbach.info/2007/01/magisterarbeit-3-themenkarrieren/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 11:04:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Bearbeitung der forschungsleitenden Fragen meiner Magisterarbeit werde ich wahrscheinlich zwei, vielleicht auch drei Themenkarrieren untersuchen. Ich werde also die Berichterstattung über ein bestimmtes (möglichst enges) Thema oder Ereignis analysieren &#8211; vergleichend: in Zeitungen einerseits und Weblogs andererseits. Nun sitze ich gerade daran, die Themen auszuwählen. Zum einen sollten innerhalb eines Themas mehrere Akteure und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Bearbeitung der <a href="http://katzenbach.info/blog/2006/auf-dem-weg-zur-magisterarbeit-2-theoretischer-hintergrund-und-forschungsfragen#fragen">forschungsleitenden Fragen</a> meiner <a href="http://katzenbach.info/research">Magisterarbeit</a> werde ich wahrscheinlich zwei, vielleicht auch drei Themenkarrieren untersuchen. Ich werde also die Berichterstattung über ein bestimmtes (möglichst enges) Thema oder Ereignis analysieren &#8211; vergleichend: in Zeitungen einerseits und Weblogs andererseits.</p>
<p>Nun sitze ich gerade daran, die Themen auszuwählen.<br />
<span id="more-172"></span></p>
<p>Zum einen sollten innerhalb eines Themas mehrere Akteure und Interessengruppen identifiziert werden können und unterschiedliche Deutungsmuster in dem Diskurs über das Thema angewendet werden.</p>
<p>Zum anderen möchte ich mindestens eines der Themen unter dem Gesichtspunkt  auswählen, dass das Thema selbst oder eine Facette des Themas in der Forschung bislang als &#8220;blinder Fleck&#8221; der Massenmedien betrachtet wird. Hier könnte dann geklärt werden, ob dieses Thema oder diese Position über Weblogs in eine Öffentlichkeit treten kann &#8211; oder vielleicht sogar über Weblogs den Weg in die traditionelle Öffentlichkeit der Massenmedien findet. Solche &#8220;spill-over&#8221;-Effekte von Themen, die aus &#8220;Alternativmedien&#8221; (in den 1980er Jahren: <em>taz</em>) in Massenmedien hinüberschwappten, konnten Barbara Pfetsch und Rainer Mathes etwa für die Volkszählung 1983 und die Einführung eines neuen Personalausweises <a href="http://ejc.sagepub.com/cgi/content/abstract/6/1/33?ck=nck">feststellen</a>.</p>
<p>Da ich aber vermutlich in der Auswahl zumindest eines der Themen eher von Blogs aus denken will, recherchiere ich nun auch ein bißchen, was die deutsche Blogosphäre letztes Jahr bewegt hat. Kennt Ihr irgendwelche Listen der Top-Themen der deutschen Blogs 2006 &#8211; so was wie etwa <a href="http://de.docs.yahoo.com/top2006/">Yahoos Top Suchbegriffe 2006</a> für Blogs? Auch Vorschläge für Themen sind gern gesehen. Es können gern Internet-affine Themen wie Urheberrecht o.ä. sein, auch medienjournalistische, aber nicht allzu weblog-selbstreferentiell: </p>
<p><a href="http://www.gapingvoid.com/Moveable_Type/archives/003641.html"><img src="http://www.gapingvoid.com/talktalk48-thumb.jpg"/></a><br />
<small>cartoon: <a href="http://www.gapingvoid.com/Moveable_Type/archives/003641.html">random notes on blogging</a> von <a href="http://www.gapingvoid.com/">gapingvoid.com</a></small></p>
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		<title>FAS testet partizipativen Journalimus</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jan 2007 10:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) hat sich &#8211; testweise &#8211; Dan Gillmors Leitspruch &#8220;My readers know more than I do&#8221; zu Herzen genommen. Ein Artikel zu den Auswirkungen der Gesundheitsreform wurde ins Netz gestellt, die Leser ermuntert, zu kommentieren und zu kritisieren. Am Sonntag ist nun in der gedruckten FAS der überarbeitete Artikel erschienen &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.faz.net/s/RubE3C3C6176BD4497B8E43BEC78289CFD1/Tpl~Ezeitung~Soverview.html">Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS)</a> hat sich &#8211; testweise &#8211; <a href="http://www.dangillmor.com/">Dan Gillmors</a> Leitspruch &#8220;My readers know more than I do&#8221; zu Herzen genommen. Ein Artikel zu den Auswirkungen der Gesundheitsreform wurde <a href="http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/Doc~E339E9246A2604CF7A29E735132D2E6F4~ATpl~Ecommon~Skomlist.html">ins Netz gestellt</a>, die Leser ermuntert, zu kommentieren und zu kritisieren. Am Sonntag ist nun in der gedruckten FAS der <a href="http://www.faz.net/p/Rub8A14B792989D48439CE9B70673D4C360/Dx2~Eee0aa9ae56c566260c3ce3cd3f930fc5~ATpl~Ecommon~Scontent.html">überarbeitete Artikel</a> erschienen &#8211; die Beiträge der Leser sind gekennzeichnet (wenn auch nicht gerade elegant, da <a href="http://www.floriansteglich.de/blog/2007/01/15/partizipativer-journalismus-bei-der-fas/">hat Florian recht</a>). Aber immerhin. Ungefähr das, was Robert Niles in der Online Journalism Review <a href="http://www.ojr.org/ojr/stories/070103niles/">empfiehlt</a>.</p>
<blockquote><p>&#8220;Citizen journalism&#8221; provides professional reporters the chance to collect many more data points than they can on their own. And “mainstream media” provide readers an established, popular distribution channel for the information we have and can collect. Not to mention a century of wisdom on sourcing, avoiding libel and narrative storytelling technique.</p>
<p>And our readers don&#8217;t care. They just want the most complete, accurate and engaging coverage possible.</p></blockquote>
<p>Ausserdem in der FAS ein kurzer <a href="http://www.faz.net/p/Rub8A14B792989D48439CE9B70673D4C360/Dx2~Ed4cbc44402688ab9c8ec3db631cf070e~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Kommentar</a> zum Experiment und ein Artikel zu anderen Beispielen: &#8220;<a href="http://www.faz.net/p/Rub8A14B792989D48439CE9B70673D4C360/Dx2~E4214d36c829780a02c95a6c6b05445f0~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Der Leser schreibt mit.</a>&#8221; (Er schreibt aber nur mit, wenn er auch mitlesen kann, liebe FAS. Und den unfertigen Artikel frei ins Netz zu stellen und um Kommetare zu bitten, den überarbeiteten Artikel dann aber hinter die Abo-Mauer zu stellen, ist nicht die feine Art.)</p>
<p>(via Mama und <a href="http://www.floriansteglich.de/blog/2007/01/15/partizipativer-journalismus-bei-der-fas/">Journalismus 2.0</a>)</p>
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		<title>Auf dem Weg zur Magisterarbeit (2): Theoretischer Hintergrund und Forschungsfragen</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Dec 2006 21:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogging]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach der Einführung in das Thema der Magisterarbeit kommen nun der theoretische Hintergrund und die Forschungsfragen: Theorie und Forschungsstand Medien als Form der kulturellen Selbstverständigung Ausgangspunkt der Arbeit ist ein Medienverständnis, das Medien nicht primär als Kommunikatoren oder Anbieter von Inhalten versteht, sondern als einen Vermittler, der Kommunikationsangebote nach Regeln und Handlungsroutinen selektiert, strukturiert, aufbereitet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nach der <a href="http://katzenbach.info/blog/2006/auf-dem-weg-zur-magisterarbeit-1">Einführung</a> in das Thema der Magisterarbeit kommen nun der theoretische Hintergrund und die Forschungsfragen:<br />
</em><br />
<span id="more-156"></span></p>
<h3>Theorie und Forschungsstand</h3>
<h4>Medien als Form der kulturellen Selbstverständigung</h4>
<p>Ausgangspunkt der Arbeit ist ein Medienverständnis, das Medien nicht primär als Kommunikatoren oder Anbieter von Inhalten versteht, sondern als einen Vermittler, der Kommunikationsangebote nach Regeln und Handlungsroutinen selektiert, strukturiert, aufbereitet, kommentiert und vertreibt. Medieninstitutionen bilden Wirklichkeit so nicht einfach ab, sondern stellen immer eine bestimmte Zugriffweise auf und Manifestation von Wirklichkeit dar. Sie sind damit eine Form der kulturellen „Selbstverständigung einer Gesellschaft“ (Lünenborg 2005: 101) und stehen im Zentrum der diskursiven Verhandlung und Zuschreibung von Relevanz und Bedeutung. In diesen Aushandlungsprozessen wird bestimmten Themen gesellschaftliche Relevanz zugeschrieben, ein Konflikt innerhalb eines bestimmten Schemas oder Frames interpretiert und manche Akteure können sich artikulieren, andere nicht. So hat die Nachrichtenforschung etwa zeigen können, dass durch die Strukturen und Routinen der Massenmedien primär die Deutungsmuster der politischen und ökonomischen Elite die mediale Wirklichkeit dominieren (Gans 1980; Bennett 1990), sich fast ausschließlich institutionalisierte Interessenvertretungen artikulieren können (Eilders et al. 2004) und binäre Konfliktschemata und deren Vertreter die Debatte prägen (Tuchman 1978; Coe et al. 2004). Gans (1980: 277) resümiert, dass „journalists are restrained by sytematic mechanisms that keep out some news“, so dass „only certain things are sayable through the voice of the journalist“ (Matheson 2004: 445).</p>
<p>Mit dem Aufkommen des Internets hat sich nun der Kreis der Teilnehmer an diesem Diskurs &#8211; und der Vermittler &#8211; drastisch erweitert. Es sind damit nicht mehr allein professionell organisierte Medienbetriebe, die gesellschaftliche Relevanz in der Produktion von Medientexten festschreiben. Mit Weblogs und ihren Netzwerken und kollaborativen Websites haben sich Formen der gemeinschaftlichen Zuschreibung von Relevanz durch die Nutzer selbst herausgebildet, die in der Kommunikationswissenschaft bislang kaum berücksichtigt sind.</p>
<h4>Neue Öffentlichkeiten im Netz</h4>
<p>Ein Vorschlag zur Systematisierung von Öffentlichkeiten im Internet als Vermittlungssystemen stammt von Christoph Neuberger (2004; 2006), der zwischen der Online-Variante des klassischen professionell-redaktionellen Journalismus, technischen Strukturen und partizipativen Formen der Vermittlung unterscheidet.Weblogs und kollaborativen Websites gehören &#8211; klar &#8211; zu den partizipativen Formen der Vermittlung. Hans-Jürgen Bucher und <a href="http://www.media-ocean.de/">Steffen Büffel</a> (2006) sehen darin die Herausbildung einer Form von „Netzwerk-Kommunikation“, die als funktionales Äquivalent zum traditionellen Journalismus gesehen werden könne und so einen Strukturwandel von Öffentlichkeit bedinge. Dabei seien die Koordinations- und Strukturierungsverfahren der Blogosphäre konstitutiv.</p>
<p>Diesen strukturbildenden Prinzipien und Mechanismen haben sich viele Studien bereits in Einzelaspekten gewidmet. Netzwerkanalysen haben die Strukturen der Verlinkung in den Blick genommen und dabei festgestellt, dass die Verteilung der Verweise einer „power law“ folgt, nach der einige wenige Weblogs viele eingehende Links aufweisen, die meisten Weblogs aber nur sehr wenige (Shirky 2003; Adar et al. 2004) und dass es untereinander stark vernetzte Weblog-Formationen gibt, die oft wenige Verweise nach außen setzen (vgl. etwa Herring et al. 2005; oder Adamic/Glance 2005 für die fragmentierten Linkstrukturen im US-Wahlkampf 2004). Letzteres weist auch darauf hin, dass in der Herausbildung weblog-basierter Öffentlichkeiten soziale Netzwerke eine besondere Rolle spielen. Die mediale (und mithin öffentliche) Lenkung von Aufmerksamkeit vollzieht sich nicht mehr allein über Massenmedien, sondern auch in Publikationen von Privatpersonen, die sich wechselseitig auf Themen und Geschichten aufmerksam machen. Weblogs sind so für Autoren und Nutzer gleichzeitig Instrument des persönlichen „Informations-“ wie des „Beziehungsmanagements“ und erfüllen so eine „Scharnierfunktion zwischen gesellschaftlicher und persönlicher Agenda“ (<a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/">Schmidt 2006</a>). Zu diesen Mechanismen der Filterung relevanter Themen durch eigene soziale Netzwerke, treten aggregierte kollektive Verfahren der Zuschreibung von Relevanz wie sie Surowieckis „Weisheit der Vielen“ (Surowiecki 2004) und Andersons Studien zum „Long Tail“ (2006) beschreiben.</p>
<p>Eine systematische Übersicht über diese Mechanismen der Zuschreibung von Relevanz zur Ermöglichung gegenseitiger Bezugnahme in Netzöffentlichkeiten liegt bislang nur in Ansätzen vor. <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/">Jan Schmidt</a> hat dazu vor kurzem einen Vortrag gehalten und einen Beitrag verfasst. Axel Bruns hat vorgeschlagen, die Funktionslogik dieser neuen Öffentlichkeiten mit dem Begriff „<a href="http://snurb.info/index.php?q=node/28">Gatewatching</a>“ zu beschreiben, um sie dem traditionellen „Gatekeeping“ (White 1950; Shoemaker 1991) gegenüberzustellen. Er trägt damit dem Phänomen Rechnung, dass im Internet der Engpass verschoben ist: „Nun herrscht nicht mehr Knappheit an Verbreitungskapazität, sondern Knappheit an Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen auf Seiten der Rezipienten.“ (Neuberger 2004: 9). </p>
<h4>Vielfalt und Diskursive Repertoires in Weblog-Öffentlichkeiten</h4>
<p>Der zweite Problemkomplex dieser Arbeit fragt nach den Akteuren, die sich in diesen sich neu herausbildenden Öffentlickeiten artikulieren und den Deutungsmustern, die sich in einer Debatte zeigen und sie prägen. Das  Aufkommen des Internets und nun die Etablierung von Weblogs und kollaborativen Websites wurde immer wieder als die Erfüllung des Brechtschen Ideal der Demokratisierung der Kommunikationsmittel gesehen, indem jeder zum Sender werde. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass sich in Internet-Öffentlichkeiten so auch Akteure und Positionen artikulieren können, die in den Massenmedien nicht berücksichtigt werden. </p>
<p>Dass das Internet durch die drastische Senkung von Kosten und Aufwand zur öffentlichen Bereitstellung von Kommunikationsangeboten zur einer enormen Vielfalt an veröffentlichen Meinungen und Themen geführt hat, ist unbestreitbar. Weblogs haben diese Entwicklung noch einmal verstärkt: laut einer Studie haben fast die Hälfte der US-amerikanischen Internetnutzer bereits Inhalte im Internet veröffentlicht (Lenhard et al. 2004). </p>
<p>Ob aber diese Vielfalt veröffentlichter Meinungen tatsächlich vernehmbar wird, ob Debatten entlang der dominanten Frames (Scheufele 2003) und „diskursiven Repertoires“ (Steinberg 1998) der Massenmedien verlaufen oder auch andere, evtl. vormals marginalisierte Deutungmuster in Internet-Öffentlichkeiten ein Thema prägen können, ist unklar. Studien zu privaten Homepages, Foren und Portalen haben vielmehr gezeigt, dass die kommunikativen Räume, in denen sich vielfältige, außerhalb der  professionell-journalistischen Routine veröffentlichte Meinungen artikulieren, relativ klein bleiben; sie ähneln in ihren Strukturen eher denjenigen von „einfachen Interaktionssystemen zwischen Anwesenden“ (Schönhagen 2004: 249; Stegbauer 2001) und sind so kaum in  die öffentliche Verhandlung von Themen eingebunden. Auch aktuelle Rezeptionsstudien (Hargittai 2007) zeigen, dass traditionelle Medienhäuser und ihre journalistischen Routinen die Internet-Öffentlichkeiten weithin prägen.  </p>
<p>Weblogs sind eine noch relativ junge Medienform &#8211; besonders in Deutschland. Aufgrund ihrer starken Vernetzung untereinander und der oben skizzierten Koordinationsmechanismen läßt sich vermuten, dass sich hier aus stark dezentralen und fragmentierten Kommunikationsangeboten durchaus Formen von Öffentlichkeit herausbilden können. Die bislang vorliegenden Studien legen allerdings den Schluss nahe, dass auch hier die traditionellen Medieninstitutionen Themen und Deutungen dominieren. US-amerikanische Studien etwa zur Berichterstattung über den Irak-Krieg haben gezeigt, dass Weblogs sich fast ausschließlich (zu 95%) auf Meldungen der großen amerikanischen oder britischen Medienhäuser beziehen (Wall 2005; Redden et al. 2003) und so auch deren Deutungsmuster die Debatte in den Weblogs dominieren. Tatsächlich haben &#8211; zumindest zum Zeitpunkt der Studien 2004 &#8211; in der Blogosphäre wie in den klassischen Medien positive Stimmen zum Irak-Krieg überwogen (Coe et al. 2004; Johnson/Kaye 2004). Andererseits gibt es auch Untersuchungen, die Weblogs durchaus Einfluss auf öffentliche Debatten zuschreiben (Cornfield et al. 2005).</p>
<h3><a name="fragen">Forschungsfragen</a></h3>
<p><em>(0) Welche Mechanismen der Zuschreibung von Relevanz strukturieren die neuen Öffentlichkeiten im Netz?</em></p>
<p>Anhand vorhandener Arbeiten zu Linkstrukturen zwischen Weblogs, zu sozialen Netzwerken, zu Praktiken der Produktion und Rezeption von Weblogs und kollektiven Mechanismen der Zuschreibung von Relevanz sollen einzelne Strukturprinzipien der Weblog-Öffentlichkeiten identifiziert werden. Mit Bezug auf Bruns Konzept des „Gatewatching“ (Bruns 2005) soll so eine systematische Übersicht über Mechanismen gegeben werden, die eine gegenseitige Bezugnahme und damit erst die Herausbildung von Öffentlichkeit ermöglichen.<br />
Im empirischen Teil wird geprüft, ob die identifizierten Strukturprinzipien auch die öffentliche Kommunikation in den ausgewählten Themenfällen prägen. Es gilt also zu untersuchen, ob etwa die Aufnahme eines Themas durch ein „einflussreiches“ Weblog die Debatte entscheidend verändert.</p>
<p><em>(1) Welche Akteure, Deutungen, Lesarten dominieren die Debatte in den unterschiedlichen Medienformaten? Gibt es Unterschiede zwischen traditionellen Formaten und Weblogs?</em></p>
<p>Forschungsleitend ist hierbei die Annahme, dass über Weblogs mehr Akteure und Detungsmuster zu Wort kommen als über traditionelle Formate. Es gilt dazu, zunächst die unterschiedlichen Akteure, Interessengruppen und Deutungsmuster eines Konfliktes bzw. Themas in den beiden untersuchten Formaten zu identifizieren. In einem zweiten Schritt wird die Verhandlung des Themas im Verlauf dahingegend untersucht, welche Akteure und Deutungsmuster die  Debatte prägen. </p>
<p><em>(2) Wie ist das Verhältnis der Medienformate?</em></p>
<p> Zusätzlich zur getrennten Betrachtung von traditionellen Medien und  Weblogs, soll auch das Verhältnis der beiden Formate und ihrer Öffentlichkeiten in den Blick genommen werden. Sind Weblogs nur „echo chamber“ der Massenmedien &#8211; nehmen sie also schlicht ihre Themen auf und verbreiten sie weiter &#8211; oder sind sie im Sinne von Gans (1980) eher eine „zweite Medienschicht“, die Themen neu deutet, kommentiert, berichtigt und selbst Akzente setzt? Zu beachten ist dabei, dass sich in Weblogs und auch auf kollaborativen Websites die Lesarten des Publikums teils im Medienprodukt selbst manifestieren.</p>
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		<title>Readers Edition bereitet Phase 2 vor</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 10:52:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Readers Edition der Netzeitung soll offenbar noch einmal kräftig überarbeitet werden. Hugo. E. Martin sucht dafür Mitarbeiter. Für die Arbeit an diesem Projekt hat er auch ein neues Weblog gestartet. (via media-ocean)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Readers Edition der Netzeitung soll offenbar noch einmal kräftig überarbeitet werden. <a href="http://hemartin.blogspot.com">Hugo. E. Martin</a> <a href="http://hem-social-media.blogspot.com/2006/11/start-eines-citizen-journalismus-social.html">sucht dafür Mitarbeiter</a>. Für die Arbeit an diesem Projekt hat er auch ein <a href="http://hem-social-media.blogspot.com/">neues Weblog</a> gestartet. (via <a href="http://media-ocean.de/2006/11/22/readers-edition-20/">media-ocean</a>)</p>
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		<title>It&#8217;s about news, not newspapers</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2005 10:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Katzenbach</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Journalism]]></category>
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		<category><![CDATA[Societal Communication]]></category>

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		<description><![CDATA[Das American Press Institute steckt 2 Mio US$ in die Erforschung neuer Geschäftsmodelle für Zeitungen. Jeff Jarvis pointiert den Fehler dieses Ansatzes: &#8220;It’s not about new models for newspapers; it’s about new models for news.&#8221; Und ähnlich Nancy Wang: &#8220;Instead of thinking about threats to newspapers, they should be thinking about learning with the emerging [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.americanpressinstitute.org/">American Press Institute</a> steckt 2 Mio US$ in die <a href="http://www.americanpressinstitute.org/content/7310.cfm">Erforschung neuer Geschäftsmodelle für Zeitungen</a>. <a href="http://www.buzzmachine.com/index.php/2005/11/16/dont-they-need-new-blood/">Jeff Jarvis pointiert</a> den Fehler dieses Ansatzes: &#8220;It’s not about new models for newspapers; it’s about new models for news.&#8221; Und ähnlich <a href="http://www.mignon-media.com/blog/2005/11/apis-2-million-investment.html">Nancy Wang</a>: &#8220;Instead of thinking about threats to newspapers, they should be thinking about learning with the emerging competition that seems to be taking away their audiences.&#8221;</p>
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