Ich sortiere gerade ein paar alte Informatik-Bücher aus und verkaufe sie – teuer genug waren sie. Dazu probiere ich gerade Amazon aus und bin beeindruckt – positiv wie negativ.
Das Einstellem der Bücher geht sehr komfortabel und schnell. Man gibt Titel oder ISBN-Nummer ein, Amazon findet die richtige Auflage, fragt nach dem Zustand und dem gewünschten Preis – fertig ist die Sache. Und dein Buch ist direkt auf der Hauptseite eines Buches verlinkt bei Amazon.
Ich habe am späten Mittwoch abend drei Bücher eingestellt und am Freitag morgen waren zwei verkauft! Benutzung und Erfolg waren also super.
Aber die Gebühren sind leider ebenso beeindruckend. Ich habe ein Buch für 35€ angeboten. Der Käufer zahlt dafür 38€, da auf dem Marktplatz von Amazon automatisch 3€ Versand-etc.-Gebühr draufkommen. Aber was kommt davon bei mir an? 29,50€ und ich muss noch den Versand bezahlen. In dem Fall 4,40€, da das Buch für eine Büchersendung zu schwer war (max. 1kg). Bei mir kommen also 25,10€ an – auf dem Weg von Käufer zu Verkäufer sind 12,90€ hängengeblieben, also gut ein Drittel.
Es gehen gut 22% des Umsatzes für Amazon, die die Verkaufs-Vermittlung und die Bezahlung organisieren. Den Wert ihres Marktplatzes monetarisieren sie ganz schön gut. Dass ihre Rolle als primäre Anlaufstelle für Bücher auch für andere wertvoll ist, illustrieren meine extrem schnellen Verkäufe. Oft tauchen ja auch bei Google- oder Yahoo-Anfragen nach Büchern die Amazon-Seiten als erstes auf.
Also: es ist sehr komfortabel, Bücher über Amazon zu verkaufen. Und es klappt gut. Allerdings geht eben 1/4 an Amazon und man muss dann selbst noch den Versand bezahlen. Schwere Bücher für wenig Geld verkaufen, klappt bei Amazon also erst recht nicht. Aber um Verkauf und Bezahlung muss man sich nicht kümmern.
Ein gutes Beispiel, wozu man heute noch Intermediäre braucht und wie die dabei gutes Geld verdienen.
Tags: amazon, books, bücher, gebraucht, market, marktplatz, selling