Das Google-Kaleidoskop 06 August 05


Die Google-Gesellschaft

Auch wenn es nur eine Metapher sein soll: Michael Schetsche und Kai Lehmann rufen die “Google-Gesellschaft” aus. In diesem Sammelband lassen sie ihre Autoren in knapp 50 (!) Beiträgen dem “digitalen Wandel des Wissens” nachspüren. Ein Sammelsurium an Geschichten ist es geworden, ja – ein Kaleidoskop, aber “ein Bild dessen, was uns in derZukunft erwartet”, wird daraus nicht. Dazu ist das Buch zu fragmentiert, zu wenig strukturiert – aber vielleicht zeigt sich ja gerade darin die “Google-Gesellschaft”.

Der informierte Bürger setzt sich aus den einzelnen Fundstücken selbst sein Bild zusammen. Vorgeformte Fertigprodukte, die es nur noch zu konsumieren gilt, verlieren an Bedeutung. Oder wie es David Weinberger für das Internet formulierte: Small pieces loosely joined. man könnte also sagen, dass das Buch das praktiziert, was es beschreibt, dass es der neuen Gesellschaftskonstellation angemessen sei, ein solches Sammelsorium an Geschichten und Einschätzungen anzubieten. Aber: der Reiz – und auch die Herausforderung – eines Buches ist es doch gerade, die Komplexität der Welt zu strukturieren, sie in eine lineare Form zu bringen. Auch der Google-Gesellschaft hätte ein klarer abgestecktes Thema, etwas mehr Struktur und ein stärkeres aufeinander Bezug nehmen der Beiträge gut getan.

Trotzdem: Ein interessantes und lesenswertes Buch zum Querlesen.

Eine längere Rezension von mir gibt es bei politik-digital.
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