Wie wird das Thema Genfood in Zeitungen und in Netzmedien verhandelt? Die Ergebnisse der Studie von Dieter Rucht, Mundo Yang und Ann Zimmermann vom WZB wurden schon teilweise im Band Netzöffentlichkeit und digitale Demokratie veröffentlicht. Jetzt aber gibt es dazu auch eine Monographie mit etwas mehr Theorie und vor auch Einblick in die interessante Anlage der Studie. Sie haben die Netzöffentlichkeit nämlich nicht von der Angebotsseite erschlossen, sondern von der Nutzerseite aus: Rucht, Dieter, Mundo Yang und Ann Zimmermann. (2008). Politische Diskurse im Internet und in Zeitungen: Das Beispiel Genfood (1. Aufl ed.). Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwissenschaften. Beschreibung | Inhaltsverzeichnis (pdf) #

  Das immer wieder gute Internet-Journal FirstMonday hat eine Sonderausgabe zu Sozialen Netzwerken im Netz herausgebracht: The dynamics of Web-based social networks. Dabei u.a. eine Einführung von Jennifer Golbeck und ein Artikel zu Uses-And-Gratifications bei Facebook-Nutzern von Brett Bumgarner. #

Welt Online: Relaunch hat sich wohl gelohnt 14 November 07

Von der Online-Offensive der Axel Springer Verlags (”Online first“) sollte ja besonders Welt Online profitieren. Nach dem Start Ende 2006 im neuen integrierten “Newsroom”, in dem Print- und Online-Redakteure gemeinsam sitzen und alle Artikel sofort ins Netz stellen, gingen die Nutzerzahlen tatsächlich schnell hoch: 40% mehr Seitenabrufe konnte das Angebot für den Januar 2007 verkünden. Dann der Relaunch im Februar. Aber: Danach ging es erstmal bis April wieder bergab, zurück etwa auf die Ausgangszahlen vom Oktober 2006 - vor “Online first”, vor dem Relaunch. Also alles ein Reinfall?

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ZDF im Netz 09 November 07

Die ZDFMediathek gibt es ja schon eine ganze Weile. Jetzt wurde sie - glaube ich - nochmal aufgehübscht und wesentlich umfangreicher ausgestattet. Es gibt nun einen Großteil der ZDF-Sendungen online und sogar RSS-Feeds für die einzelnen Formate. (Findet man aber nicht leicht, irgendwo unten links ist ein RSS-Symbol. Ausserdem gibt es hier alle ZDF-Feeds.) Ich vermute, dass diese Entwicklung auch mit einer Einigung mit der GEMA zusammenhängt. Jedenfalls bietet das ZDF nun auch viele Sendungen und Clips über YouTube an. Das gefällt mir alles sehr gut!

  Huuih, die Polemiken auf den Prenzlauer Berg und seine neueren Bewohner nehmen deutlich zu. Neulich beim Kantinenlesen Heiko Werning, der - wie ich gerade sehe - für die taz “Reptilienfonds” schreibt, mit einem bitterbösen, aber ungemein lustigen und stimmigen Weddinger Blick auf den Prenzlauer Berg. Für das ZEITMagazin hat nun Henning Süßebach eine Polemik geschrieben, die wohl eigentlich eine Reportage sein soll. Aber dazu setzt er sich nicht genug mit den (auch eigenen) Widersprüchlichkeiten auseinander. Aber natürlich viel Wahres dabei. Also: Kann man lesen (via Hauptstadtblog). #

  Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass ich meine Magisterarbeit abgegeben habe. Jetzt gibt es auch hier eine kleine Zusammenfassung, das Inhaltsverzeichnis und - na klar - den ganzen Text als pdf: Weblogs und ihre Öffentlichkeiten. Zur Aushandlung von Relevanz im Internet (direkt zum pdf, 2.1 MB hier). #

Facebook und der Wert eines Nutzers 30 October 07

BuzzMachine findet 15 Mrd. doch nicht so teuer. Zumindest im Vergleich mit Zeitungen. Laut Analysten sei ein Zeitungsleser 964$ (2004) bzw. 500$ (heute) pro Jahr wert. Die Facebook-Bewertung läuft bei 50 Mio. Nutzern auf 300$ pro Nutzer raus. Und das - so Jeff Jarvis - obwohl Nutzer nur 41 Minuten pro Monat auf Nachrichten-Websites, aber 30 Minuten täglich auf Facebook verbringen.

Aber klar, die Zahlen sind irgendwie schief. Die Bewertung bezieht sich ja auf die gesamte Zeitungsmarke bzw. nur die Print-Ausgabe und nicht (nur) auf das Online-Produkt (oder?), die Nutzung aber nur auf das Online-Produkt. Laut ARD-ZDF-Studie haben 2005 Zeitungsleser durchaus täglich 28 Minuten mit ihrer Zeitung verbracht. Und Zeitungen können ihre Leser ja immer noch wesentlich besser monetarisieren als Websites (der Anteil von Zeitungen in der Mediennutzung liegt, glaube ich, zwischen 5 und 10%, der Anteil am Werbeumsatz aber zwischen 20 und 25%. Ah, hier: 5,2% Nutzung, 25,2% Werbeumsatz).

Interessant auch die Gedanken von ParisLemon zu Facebook-Flyern als Werbeform, um sehr spezifische Zielgruppen zu erreichen.

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